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Vata (Wata)

Vata (Wata)

Wata (wāta; auch Vata, Vāta; Sanskrit: vāta; Pali: vāta)

Wata bezeichnet in der traditionellen thailändischen Medizin (TTM) das dynamische Prinzip des Windes und entspricht funktional dem ayurvedischen Vata-Dosha, weicht jedoch in seiner Zusammensetzung von der indischen Vorlage ab. Während das Ayurveda Vata aus den Elementen Luft und Äther zusammensetzt, reduziert die thailändische Tradition diesen Komplex auf das Windelement Lom, da der Äther im Vier-Elemente-System der TTM keine Anerkennung findet. In seiner Funktion steht Wata dem Konzept des Chi in der Traditionellen Chinesischen Medizin sowie dem Prana im Sanskrit nahe: Es gilt als die vitale Kraft, die den Körper animiert, alle physiologischen Prozesse mobilisiert und Aufgaben im Organismus erfüllt.

Die pathologischen Folgen eines Wata-Ungleichgewichts sind in alten medizinischen Manuskripten, darunter dem Samut Thai Kao, vergleichsweise ausführlich dokumentiert. Beschwerden im Kopfbereich umfassen Schwindel und Störungen bei der Meditation; im Bereich der Sinnesorgane werden verschwommenes Sehen sowie Beschwerden an Nase und Schultern beschrieben. Muskuläre und gelenkliche Manifestationen äußern sich traditionell als Krämpfe und Spasmen in Knien, Beinen und Brustbereich. Zu den inneren Beschwerdebildern zählen Flatulenz, Störungen der Harnwege sowie Beschwerden im Bereich der Fortpflanzungsorgane. Ein gleichzeitiges Ungleichgewicht von Wind, Wasser und Feuer führt zum Zustand Sannipat, der in den Quellen als schwerwiegend, therapeutisch anspruchsvoll und häufig mit toxischem Fieber verbunden beschrieben wird.

Therapeutisch steht die Harmonisierung des Wata im Zentrum der traditionellen thailändischen Heilkünste. Der Wind zirkuliert nach dieser Auffassung durch ein weitverzweigtes Netzwerk von Kanälen, den Sen-Linien; Blockaden in diesen Linien gelten als primäre Ursache von Krankheit. Die Selbstdehnübungen der Reusis, bekannt als Reusi Dat Ton, sind gezielt darauf ausgerichtet, die Windkanäle von Obstruktionen zu befreien, die Atemwinde zu balancieren und stagnierendes Wata zu beruhigen. Im Nuad Boran dient insbesondere die Technik des Öffnens der Windtore (Phud Pathu Lom) dazu, das Energiesystem zu spülen, stagnierenden Wind zu vertreiben und frische Energie bis in die Extremitäten zu leiten.

Gehört beiden Traditionen an.

Vgl. die Einträge Lom, Dosha, Sannipat, Phud Pathu Lom sowie Reusi Dat Ton.

Vata (Wata)

Erfahren Sie mehr über Vata (Wata) in der traditionellen Thaimassage: Definition, Technik und therapeutische Anwendungen.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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