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Windtore

Windtore

Windtore (phud pathu lom; auch Blutstopps, Energietore)

Windtore, auf Thai phud pathu lom genannt, sind spezifische Punkte im Körper, an denen der Blutfluss und die Lebensenergie (lom) durch gezielten Druck vorübergehend gestaut werden. Diese Technik bildet einen wesentlichen Bestandteil der Traditionellen Thailändischen Massage (Nuad Boran) und dient der Reinigung des Energiesystems sowie der Auflösung von Blockierungen in den sen-Linien.

Das therapeutische Prinzip der Windtore basiert auf dem kontrollierten Stauen und plötzlichen Loslassen von lom und Blut. Der Praktizierende übt für etwa 30 bis 60 Sekunden festen Druck auf eine Hauptarterie aus, wodurch die Energieversorgung der betreffenden Extremität drastisch verringert wird; der Behandelte kann in dieser Phase ein Kribbeln wahrnehmen. Beim Lösen des Drucks schießt die aufgestaute Energie zusammen mit frischem Blut durch die Gliedmaßen bis in die Fingerspitzen oder Zehen. Dieser plötzliche Schwall wird genutzt, um das System zu spülen und stagnierende Energie oder Blockierungen wegzuschwemmen; der Behandelte empfindet dabei in der Regel eine deutliche Wärmewelle in der betroffenen Extremität.

Die Überlieferung identifiziert mehrere zentrale Windtore im Körper. Das femorale Windtor liegt an der Oberschenkelinnenseite, kurz unterhalb der Leiste, unmittelbar über dem Femoralpuls, und ist das am häufigsten eingesetzte Windtor für die untere Extremität. Das brachiale Windtor befindet sich im Bereich des Plexus brachialis, wo der Armpuls tastbar ist; die Vorbereitung erfolgt durch Druckarbeit vom Handgelenk aufwärts in Richtung Achselhöhle. Die abdominale Behandlungsserie am Nabel und den umgebenden Punkten wird in der traditionellen Lehre als eine Windtor-Manipulation für alle zehn Hauptenergielinien (sib sen) betrachtet. In spezifischen Behandlungsprotokollen findet darüber hinaus ein Ohr-Windtor Erwähnung.

Die Entdeckung der Windtore wird nach traditioneller Überlieferung den antiken Reusis, den Einsiedler-Heilern der thailändischen Heilkunde, zugeschrieben. Durch Selbstbeobachtung und meditative Praxis sollen sie diese Punkte zunächst am eigenen Körper identifiziert haben, bevor sie die Techniken für die Behandlung anderer adaptierten. Als Beleg für diese Verbindung wird die fortgeschrittene Hatha-Yoga-Haltung Poorna Matsyendrasana angeführt, die durch Kompression der Femoralarterie denselben physiologischen Effekt erzeugt wie das gezielte Öffnen des Beinwindtors.

Da die Arbeit mit Windtoren unmittelbar in das Herz-Kreislauf-System eingreift, ist äußerste Vorsicht geboten. Die Technik ist kontraindiziert bei Herz- und Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck, Krampfadern und Schwangerschaft. Praktizierende sollten diese Techniken ausschließlich auf der Grundlage fundierter Erfahrung und eines vertieften Verständnisses der sen-Linien anwenden.

Gehört beiden Traditionen an.

In Zusammenhang stehen die Einträge Lom, Energieblockade, Stagnierte Energie, Reusi Dat Ton und Sib Sen.

Windtore

Erfahren Sie mehr über Windtore in der traditionellen Thaimassage: Definition, Technik und therapeutische Anwendungen.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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